Mittwoch, 29. Januar 2020

+++ Eilmeldung +++ SPD-Sonderparteitag wählt neue Spitze

Kurze Amtszeit für Norbert Walter-Borjan und Saskia Esken. Auf einem spontan einberufenen Sonderparteitag der SPD wurde nun erneut eine neue SPD-Spitze gewählt. Neben viel Empörung gibt es aber auch viel Zuspruch für den neuen SPD-Vorsitzenden, der heute unter dem Motto „SPD-Kanzler-2021“ gewählt und ausgiebig zelebriert wurde.

Von Adriano Holatz
Bilder(verändert): 1. Michael Schilling, CC-BY-SA-3.0 | 2. Fred Romero, CC BY 2.0
3. Olaf Kosinsky. CC-BY-SA-3.0



Berlin – Wie beim Sonderparteitag der SPD in Berlin heute ans Licht kam, waren Walter-Borjan und Esken nie wirklich als SPD-Vorstand vorgesehen. Das Ganze war eine wohl überlegte Aktion um den neuen Vorstand nun in helleres Licht zu rücken. „Manchmal muss man ein paar Schritte zurück gehen um Anlauf zu nehmen“ gibt Michael Wendler, der neue SPD-Vorsitzende, zu und erntet dafür Applaus im Willy-Brandt-Haus.

Michael Wendler selbst hat diesen Schritt bereits von langer Hand geplant. So ließ er sich bereits 2013 in einem roten Jackett ablichten. Außerdem hat er durch Lizenz Klagen ein kleines Unternehmen auf Mallorca zu Fall gebracht und stand auch in weiteren Fällen auf der Seite des Geldes. Hohe Funktionäre der SPD sind sich einig, dass mit Michael Wendler als Kanzlerkandidat Stimmen aus verschiedenen Lagern zurück gewonnen werden. Als Künstler wird Wendler automatisch links eingestuft während Kenner wissen, dass er durch seinen Erfolg kapitalistische Züge angenommen hat. „Diese Kombination wird die SPD aus der Krise führen“ so die allgemeine Stimmung unter den verbliebenen Wählern.

„In Umfragen war ich schon immer beliebter als die SPD und mehr Platten habe ich auch verkauft.“ erklärt Wendler in starkem Ton. Des Weiteren lässt er verlauten, dass er als gelernter Speditionskaufmann schon immer gut darin war Dinge zu bewegen. Nun wollen er und seine, ebenfalls politisch gebildete, Lebensgefährtin Laura Müller die Menschen bewegen. Auf die Frage nach der Funktion von Müller antwortete Wendler: „Natürlich wird Schatzi mit regieren – das hat sie sich verdient!“.

Der ehemalige SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel, der seit kurzem im Aufsichtsrat der Deutschen Bank sitzt, äußerte sich ebenfalls zu den neuesten Rückentwicklungen in seiner Partei. Seiner Ansicht nach ist Wendler eine Person, die ihren Prinzipien treu bleibt. „Ich war auch mal Sozialdemokrat und weiß, dass einem das viel abverlangt.“ sinniert Gabriel und wendet sich Wendler mit den Worten zu: „Es ist ein steiniger Weg aber lass Dich von niemandem umdrehen, Genosse!“.

Währenddessen sinkt die Stimmung bei der AfD, da man um Wählerstimmen bangt. Da durch die Wahl des neuen SPD-Vorstandes eine Niveau-Äquivalenz zur AfD hergestellt wurde und das Themenspektrum der SPD um „Ballermann“ und „Playboy“ erweitert wurde, wird die AfD eine massive Wählerabwanderung erfahren. Um dennoch bei der nächsten Wahl nicht an der 5%-Hürde zu scheitern, wird in AfD-Kreisen bereits daran gearbeitet, Dieter Nuhr als neuen Vorsitzenden ins Rennen zu schicken.


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