Dienstag, 28. Januar 2020

Freie Fahrt für wohlhabende Bürger

Berlin - Seit geraumer Zeit kommt es in deutschen Städten vermehrt dazu, dass auch wohlhabende Menschen wertvolle Zeit in städtischen Staus verlieren. Lange wurde von Seiten der Politik geschwiegen. "Wir mussten die Lage erst einmal analysieren um die Ursache für den Zeitverlust zu ermitteln." so Verkehrsexperte Dr. Schnell von der FDP.

Von Adriano Holatz




In einer aufwändig angelegten Statistik wurde schließlich ermittelt, dass mehr als 80% der Wagen im Stau Klein- oder Mittelklassewagen sind. "Als uns das Problem erstmal bewusst war, war auch die Lösung nicht mehr weit." erläutert Schnell.

Um die Straßen zu entlasten und freie Fahrt für die Verantwortlichen in diesem Land zu machen, soll nun laut Schnell der Transport von normalen Arbeitern und Angestellten auf den ÖPNV verlagert werden.

Dazu wurde nun ein entsprechender Gesetzesentwurf vorgelegt. Wenn es nach der FDP geht, soll künftig der ÖPNV komplett kostenlos sein. Bis 2025 will man insgesamt 250 Milliarden Euro in den Ausbau von Strecken und die Anschaffung von Schienenfahrzeugen investieren. Um dies zu finanzieren, sollen die Kosten auf die KFZ-Steuer sowie Kraftstoffsteuer umgelegt werden.

Ablehnung kam von Seiten der CDU, da diese Maßnahme in anderen Kreisen fehlgedeutet werden könnte. Der ÖPNV werde nämlich oft nicht nur als Entlastung für die Straßen gesehen sondern auch mit Klimaschutz in Verbindung gebracht. Man möchte sich der aktuellen Klimahysterie nicht ergeben und sucht nach Wegen, dies mit den Fahrern von Luxuskarossen unter einen Hut zu bekommen.

München - Auch die CSU wurde auf die Debatte aufmerksam worauf der Pressesprecher verlauten ließ, dass es in München eigentlich kein Problem mit Klein- oder Mittelklassewagen gibt: "Deren Anteil ist hier so gering, dass sich eine Debatte diesbezüglich für Bayern nicht lohnt." Gespannt wartet man hier ab, wie sich die Situation im Nachbarland Deutschland weiterhin entwickelt.


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