Montag, 24. Februar 2020

Katzenhalter müssen künftig Haufen ihrer Vierbeiner einsammeln

Wie es auch bei Hunden seit jeher Gang und Gäbe ist, werden Katzenhalter künftig dazu aufgefordert, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner einzusammeln und zu entsorgen. Da diese Gesetze Ländersache sind, schwanken die Bußgelder bei Missachtung zwischen 20 und 150 Euro.


Viele Bürger beschweren sich seit vielen Jahren darüber, dass Katzenkot öffentliche Plätze wie Parks oder Spielplätze verunreinigen, ohne, dass sich jemand um die Entsorgung kümmern würde. So auch Helmut Schwadrowski aus Brandenburg. Der Rentner wohnt mit seinem Golden Retriever seit 14 Jahren gegenüber einer großen Parkanlage mit angeschlossenem Spielplatz. Unserer Zeitung teilt der pensionierte Gymnasiallehrer auf Anfrage mit: "Die meiste Zeit verbringe ich mit einem Kissen auf der Fensterbank und schreie spielende Kinder an. Oder ich schreibe beim Spaziergang mit meinem Anton Falschparker auf und teile sie dem Ordnungsamt mit. Dadurch bin ich natürlich viel an der frischen Luft und ich kann ihnen sagen: So viel Katzenkot, wie überall rumliegt. Das ist wirklich nicht schön. Wenn wir Hundehalter doch den Kot aufsammeln müssen, warum sollten Katzenbesitzer das nicht auch tun?"

Nun ist es soweit. Ein länderübergreifender Pakt wurde beschlossen, nach dem es keine Sonderregelungen mehr für Katzenhalter gibt. Spezielle Spende für Kotbeutel werden in den kommenden Monaten in Großstädten und einigen kleineren Gemeinden angebracht, um den stinkenden Hinterlassenschaften den Krieg zu erklären.  Außerdem wird das Ordnungsamt Stuhlproben einsammeln und mit DNA-Proben vergleichen, die ihnen Tierarztpraxen zur Verfügung stellen. So können nachträglich Bußgelder verhängt werden. Ob sich das Konzept bewähren wird, muss sich noch zeigen. Kritik kommt natürlich insbesondere von Katzenhaltern. "Meine sieben Katzen sind natürlich Freigänger.", sagt uns Ursula Stahlenbeck. "Aber es ist nicht möglich, sie Rund um die Uhr zu überwachen. Soll ich sie nun auf Schritt und Tritt verfolgen oder ihnen Kameras umhängen?"


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