Mittwoch, 26. Februar 2020

Pflegerin Alice W. erleichtert: Richter erlauben geschäftsmäßige Sterbehilfe

Alice W. arbeitet seit Jahren als Altenpflegerin und kümmert sich aufopfernd um einen seit langer Zeit vor sich hinsiechenden Patienten. Nun hat das Bundesverfassungsgericht das Verbot der aktiven Sterbehilfe gekippt. Damit sei allen geholfen, berichtet sie.

Bild: Metropolico, CC BY 3.0


"Mein Patient Alexander G. ist gebrechlich, senil und dement.", berichtet W. exklusiv der Journaille. "Ich pflege ihn gewissermaßen rund um die Uhr. Trotz seiner schwerwiegenden Erkrankunen ist er noch sehr aktiv und viel unterwegs. Ich begleite ihn zu seinen Termin und unterstütze ihn so gut wie es geht. Doch schon vor vielen Jahren war uns klar, dass es mit ihm zu Ende geht."

Aufgefallen sei seine negative Entwicklung im Jahr 2018, als G. nur in Unterwäsche an einem Badesee in seiner Heimatstadt Potsdam von der Polizei vorgefunden worden. Er habe keine Kleidung dabei gehabt, hieß es anschließend von den Beamten.

Doch nun müssen Menschen wie Alexander G. nicht länger leiden. Die Richter des Bundesverfassungsgerichts erklären das Verbot für aktive Sterbehilfe für verfassungswidrig. Schwer leidende Patienten ohne Aussicht auf Genesung können nun selbst entscheiden, wann es an der richtigen Zeit ist zu gehen.


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